PhysioNovo - "Rückenschmerzen sind Gelenkschmerzen"

Es gibt eine große Anzahl an Übungsbehandlungsmethoden die sich lediglich in der Nuancierung unterscheiden, um Rückenbeschwerden zu behandeln. Auf dem Prüfstand der Wissenschaft enttäuschen alle: Keine dieser Methoden hat sich wirklich als medizinisches Training bewährt um dauerhaft Rückenschmerzen zu lindern und Funktionseinschränkungen zu verbessern. Obwohl nationale und internationale Richtlinien bestätigen, dass Aktivität den höchsten Nutzen zur Linderung der Skelettbeschwerden aufweist, soll es keine Spezifität für Bewegung geben: Es dominiert das alltägliche Bewegen als meist effektive therapeutische Maßnahme. Es spielt keine Rolle, wie man sich bewegt, solange man sich bewegt.

Die rasant zunehmende  Anzahl der chirurgischen Eingriffe als Option zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen mit oder ohne ausstrahlende Beschwerden werden ebenfalls stark überschätzt. 
Nach 2 bis 4 Jahren sind sie in etwa 90% der Fälle nicht wirksamer als Übungsbehandlungen. Das traditionelle biomedizinische Krankheitsmodell fußend auf überwiegend radiologische Diagnostik ist für die Diagnose und Behandlung von a-spezifischen Rückenschmerzen nur unzureichend geeignet. Das Fehlen klarer klinischer Kriterien und die Verneinung biomechanischer, wissenschaftlich gesicherter Fakten bezüglich der WS, der Gelenke  und Nervenfasern mit Diagnosen wie „Hernien, Bandscheibenprolapse, Spinalkanalstenose, Facettensyndrom, Nerveneinklemmung, Nervenreizung, Sehnenruptur" legen nahe, dass das klinische Bild mit seinen Ursachen so angepasst wird, dass es mit den radiologischen Befunden übereinstimmt.

Insbesondere längerfristig, auch im Hinblick auf die mit einer Operation verbundenen Risiken, ist eine gezielte Bewegungstherapie die wirksamste Strategie für Menschen mit chronischen Rückenschmerzen. Dies gilt um so mehr, wenn eine gute diagnostische Grundlage für die medizinische Gymnastik gefunden werden kann.

Obwohl die Wissenschaft enge Zusammenhänge zwischen Rückenschmerzen und Dysfunktionen der Schulter- und Hüftgelenke unwiderlegbar nachweist, konnte ein kausaler Zusammenhang nicht festgestellt werden. Doppelblinde, patienten-kontrollierte Studien unterliegen confounding: gelegentlich können auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Klinisches Überlegen und Befunderhebung bleiben gerade deshalb bedeutsam zur richtigen Diagnostik.

Eine motorische Betrachtung von Rückenschmerzen ist offensichtlich und völlig legitim. PhysioNovo sucht die Ursache von Rückenschmerzen daher in motorischen Störungen der Schulter- und Hüftgelenke:

Rückenschmerz als (indirekter) Gelenkschmerz. 

Ausstrahlende Beschwerden in einem Arm oder Bein sind direkte Folgen eines nicht optimal funktionierenden Gelenks.

Nur eine fundierte qualitative und quantitative motorische Befunderhebung, die den wissenschaftlichen biomechanischen Eigenschaften des Bewegungsapparates gerecht bleibt, zeigt den Zusammenhang zwischen Schulter- und Hüftgelenk und der Wirbelsäule auf. Dies ist die einzige Möglichkeit, reale Behandlungsziele zu formulieren.

PhysioNovo ist hiermit einzigartig in seiner Ansicht und Herangehensweise und hat sich durch jahrelange Praxis empirisch bewährt.