The object of all health education is to change the conduct of individual men, women and children by teaching them to care for their bodies well (Charles H. Mayo, 1865–1939). 

Für die Primärprävention in der Orthopädie ist die sportliche Erziehung im Kinder- und Jugendalter von wichtigster Bedeutung.  Diese kann nicht früh genug beginnen,  wenn man die Aufbauprozesse und die motorischen Lern- und Lehrfähigkeit dieses Alters in Betracht nimmt. Die Ansprüche der sportlichen Erziehung sollten zu jeder Zeit den motorischen Fähigkeiten dieses Alters entsprechen.

Von entscheidender Bedeutung ist die Freude jedes Kindes am Sport, Spiel und an (anstrengender) Bewegung. Leistung sollte aus präventiver Ansicht nicht immer im Vordergrund stehen, Engagement ist mindesten so wichtig. Dies gilt gerade den Kindern mit schlechteren Gelenken und einem schlechteren Skelett. Denn  das sind meist die „faulen“ Kinder,  Kinder die „nie Lust“ haben. Sport- oder Übungsleiter müssen die Obacht geben und dementsprechend auch handeln.

Bei zunehmendem Alter, wenn die ersten Beschwerden auftreten, hat motorische Schulung als Behandlung absolute Priorität. Zur gleichen Zeit wird die Erfahrung gemacht, dass professionelle motorische Schulung Schmerzen langwierig reduziert werden oder sogar ganz verschwinden. So kann das Bewusstsein entstehen, dass richtige Bewegung von großer gesundheitlicher Bedeutung ist und zu einem Wohlbefinden führt. Nur so kann die Motivation entstehen um eun Leben lang aktiv zu bleiben.

Der römische Feldherr, Geschichtsschreiber, Schriftsteller und Staatsmann M. Porcius Cato Censorius sagte schon: „Kämpfen muß man gegen das Alter wie gegen eine Krankheit. Man muß seiner Gesundheit eine regelrechte Sorgfalt widmen“