Der Rückenschmerz aus motorischer Sicht

Das traditionelle biomedizinische Krankheitsmodell fußend auf überwiegend radiologische Diagnostik scheint daher für die Diagnose und Behandlung von u.a. a-spezifischen Rückenschmerzen nur unzureichend geeignet. Das Fehlen klarer klinischer Kriterien und die Verneinung biomechanischer, wissenschaftlich gesicherter Fakten bei Diagnosen wie „Hernien, Bandscheibenprolabierung, Intervertebralstenose, Facettensyndrom, Nerven Einklemmung, Nervenreizung, Sehnenruptur" legen nahe, dass das klinische Bild mit seinen Ursachen so angepasst wird, dass es mit den radiologischen Befunden übereinstimmt.

Eine motorische Betrachtung von Rückenschmerzen ist daher offensichtlich und völlig legitim. Nur eine fundierte qualitative und quantitative motorische Befunderhebung, die den wissenschaftlichen biomechanischen Eigenschaften des Bewegungsapparates gerecht bleibt, zeigt den Zusammenhang zwischen Schulter- und Hüftgelenk und der Wirbelsäule auf. Dies ist die einzige Möglichkeit, reale Behandlungsziele zu formulieren.

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