Schulter/Nacken

Ghamkhar et al. (2020), https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31504861/, untersuchten im Rahmen der regional Interdependence-Theorie den Zusammenhang zwischen der Muskelkraft in schmerzhaften (Nacken) und schmerzfreien (Skapulothorax, Schulter, Rumpf und Hüfte) Bereichen bei 122 Patienten mit chronischen Nackenschmerzen. 
Logistische und lineare Regressionsanalysen zeigten, dass die Schulterkraftkomponente sowohl ein signifikanter Vorhersager für das Auftreten von Nackenschmerzen war als auch einen signifikanten Einfluss auf den Schmerzintensitätsscore hatte. Die Kraft der Schultermuskulatur steht in umgekehrtem Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Schmerzen und zur Schmerzintensität. 
Falla et al. (2004), https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15223935/, fanden bei Patienten mit Nackenschmerzen eine höhere Aktivität der akzessorischen Nackenmuskeln (anterior scalenii, sternocleidomastoideus, trapezius descendens), während einer repetitiven Aufgabe der Arme im Vergleich zu Personen einer asymptomatischen Kontrollgruppe. Diese höhere Aktivität der akzessorischen (Nacken-Schulter-) Muskeln während der funktionellen Armaktivität kann auf einen Kompensationsmechanismus für die verminderte Aktivität der Schultermuskulatur hinweisen. Dem könnten arthromyogene (glenohumeral) Hemmungsmechanismen zugrunde liegen (PG).